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Tourismus

09.07.2020
Schild am Zuckerpad
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Zuckerpad für Radfahrer gesperrt

Der Zuckerpad ist ein schöner Weg, der in den Inselosten führt. Seit diesem April aber ist der Zuckerpad für Radfahrer gesperrt. Viele Radfahrer bedauern, dass sie den idyllischen Weg nicht mehr nutzen dürfen. Doch die Wanderer freuen sich über die Regelung. Nun können sie unbeschwert von der Emsstraße bis zur Weißen Düne wandern.

Es gab Zeiten, da existierten Fußgänger und Radfahrer einträchtig nebeneinander auf den Wegen der Insel. Die wenigen Radfahrer klingelten, wenn sie Fußgänger sahen. Die machten Platz und schickten den Radlern ein freundliches Moin oder ein insulares He hinterher.

Schild am Aufgang zum Zuckerpad

Seit dem Frühjahr ist der Zuckerpad nur noch den Fußgängern (und angeleinten Hunden) vorbehalten.

Immer mehr E-Bikes

Doch seit einigen Jahren wird es eng auf den Wegen. Immer mehr Radfahrer erschweren das beschauliche Spazierengehen. Manche Fahrer von E-Bikes überschätzen ihr Können und unterschätzen ihre Geschwindigkeit. Da die Strecke über Dünen und in Dünentäler führt, nehmen die Radler zum Teil ordentlich Fahrt auf. So kam es immer wieder zu Unfällen auf dem schmalen Zuckerpad. Seit Jahren war dies ein Diskussionsthema auf der Insel.

Zuckerpad für Radfahrer gesperrt

Eine Regelung musste her. Doch eine Erweiterung des Weges ist aus Umweltgründen nicht angezeigt. Bald sprachen sich die Mitglieder des Norderneyer Rates für eine Regelung aus: So sollte der Zuckerpad für Radfahrer gesperrt werden.

Ganzjahres-Regelung

Ursprünglich sollte diese Sperrung nur vom Frühjahr bis zum Spätherbst gelten. Doch dann einigte man sich in diesem Jahr auf eine Ganzjahres-Regelung. Schilder wiesen auf den Fußgängerweg hin. Doch die Schilder waren offenbar zu unauffällig. Nicht wenige Radfahrer ignorierten das Verbot und radelten auf dem Zuckerpad weiter.

Größere Schilder

Vor einem Monat aber hat die Stadt auf Beschwerden reagiert und besonders große Schilder aufgestellt. Die sollten die Radfahrer nun eigentlich nicht mehr übersehen. So steht in Hüfthöhe ein Schild am Ende der Emsstraße.

Vom Nordstrand bis in den Inselosten

Bis zum Zuckerpad fährt man von der Stadt am Nordstrand entlang bis zum Cornelius. Dort biegt man rechts ab und gleich unten links in die Emssstraße, die  zum Zuckerpad führt. Stattdann  links in den verbotenen Weg zu fahren, geht es rechts weiter durch die Nordhelmsiedlung und den Birkenweg.

Am Karl-Rieger-Weg biegt man nach links ab und fährt weiter in den Inselosten. Der Weg ist ausgeschildert. Am Abzweig zur Weißen Düne gibt es verschiedene Möglichkeiten – und auch einen schönen Radweg durch die Dünen.

Schöne Radwege

So schön der Zuckerpad auch ist, auch der Radweg entlang des Karl-Rieger-Weges ist durchaus eine Radtour wert. Und es gibt weitere Wege, die sich lohnen. Denn Norderney ist eine wunderschöne Fahrrad-Insel. So führt der Alte Postweg an einer Aussichtsdüne vorbei. Die Planetentour gibt es gleich noch dazu.

Radweg Deich

Am Surferbecken beginnt der Radweg in den Osten: Links geht es über den Alten Postweg zum Leuchtturm. Geradeaus führt die  Tour am Grohdepolder entlang.

Für längere Fahrten in den tiefen Osten bietet sich der Radweg am U-Deich und Grohdepolder an. Dort landet man nach einer längeren Fahrt mit Blick auf das Wattenmeer, die Teiche und die Galloway-Wiesen schließlich am letzten Parkplatz. Wer noch kann, geht zu Fuß weiter in Richtung Wrack.

Rast bei Moni oder in der Düne 13

Wer sich genug ausgetobt hat, nimmt die Straße in Richtung Stadt und macht zwischendurch bei Monis Ostende oder in der Düne 13 Halt. So gibt es keinen Stress zwischen Radfahrern und Fußgängern und jeder bekommt sein persönliches Stückchen Inselglück.