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Tourismus

29.07.2020
Frisia Sonne
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Trennwände auf den Fähren

Mit Trennwänden auf den Fähren setzt die Frisia-Reederei eine Vorgabe des Landkreises zum Corona-Schutz um. Mitarbeiter der Frisia-Werkstatt bauen derzeit die Holz-Plastik-Konstruktionen zwischen den Sitzplätzen in allen zehn Schiffen ein.

Trennwände Fähren

Auslastung unter Vorjahr

Seit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist die Insel gut besucht. Und auch die Fähren von Norddeich nach Norderney und zurück sind täglich ordentlich voll – auch wenn die Auslastung laut Frisia-Sprecher Fred Meyer deutlich unter dem Vorjahr liegt.

Lenkung der Fußgänger

Wer in Norddeich Mole zur Fähre geht, sieht schon von weitem die Laufwege mit Gittern zur Lenkung der Fußgänger. Beim Kauf der Karten und beim Warten im Hafengebäude müssen die Gäste eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Und die Maskenpflicht gilt auch für die Passagiere während der gesamten Überfahrt. Nur zum Essen und Trinken ist das Absetzen der Maske erlaubt.

Eine Reservierung ist zurzeit nach wie vor für alle Autofahrten in beide Richtungen erforderlich. Vor Corona mussten nur Autofahrer von Norderney aus fest buchen.

Die Personenzahl auf den Fähren ist nicht mehr eingeschränkt: Inzwischen dürfen die Schiffe voll belegt werden. Zu Beginn des Fährverkehrs in der Corona-Zeit galt für die Fähren eine maximal 50-prozentige Auslastung.

Tagesgäste müssen sich registrieren

Doch die Corona-Krise ist ja noch lange nicht ausgestanden. So installiert die Reederei jetzt weitere Sicherheitsvorkehrungen. Seit vergangener Woche müssen sich alle Tagesgäste in Norddeich registrieren und ihre Namen und Kontaktdaten angeben, wie Fred Meyer berichtet.

Masken-Kontrolle

Über Durchsagen weist der Kapitän die Passagiere auf den Fähren auf die Maskenpflicht hin. Während der Fahrt gehen immer mal wieder Frisia-Mitarbeiter durch die Reihen und kontrollieren, ob sich alle an die Maskenpflicht halten. Und sie weisen diejenigen, die die Maske nicht tragen, deutlich darauf hin.

Allerdings sei dies oft so „wie Flöhe hüten“, so Meyer. Denn viele würden die Masken wieder absetzen, sobald der Mitarbeiter weg ist. „Wir merken, dass die Leute müde sind.“

Trennwände auf den Fähren

Trennwände Fähren

Auch im Salon der Frisia III sind Trennwände installiert.

Auch baulich reagiert die Reederei. Frisia-Mitarbeiter bauen derzeit nach und nach in allen Salons der Schiffe Trennwände auf den Fähren zwischen den Sitzgruppen ein. Sie bestehen aus Holzgestellen, an denen mit Kabelbindern dicke Plastikfolie befestigt ist. Dies sei eine Vorgabe des Landkreises, so Meyer.

Die Reederei wolle damit aber auch zusätzliche Sicherheit schaffen. Die Trennwände aus Holz und Plastik seien etwas improvisiert und müssten jeweils auf die Fähren individuell angepasst werden, so Meyer. Sie sollen nach der Corona-Zeit leicht abbaubar sein, damit wieder große, offene Salons entstehen können.

Hoher fünfstelliger Betrag

Begonnen haben die Handwerker der Norderneyer Frisia-Werkstatt in der vergangenen Woche mit dem Bau der Trennwände in der Frisia IV. Die Frisia III hat diese Woche die Wände bekommen. Es folgen erst alle weiteren großen Fähren und dann die kleineren Juist-Fähren, bis alle zehn Schiffe mit dem Schutz bestückt sind. Für die Frisia-Reederei bedeute dies eine Investition in einem hohen fünfstelligen Bereich, so Meyer.