News von Norderney

Tourismus

24.06.2014
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Wartenummern

Norderney – Wartenummer

Schweden / Norderney – Die Skandinavier sind uns irgendwie ähnlich, nicht nur im Aussehen, auch die Kleidung (zweckmäßige und qualitative hochwertige Kleidung mit leichtem Hang zur Zwiebel, man weiß ja nicht wie das Wetter wird) ist gleich. Ebenso ist die deutsche Umwelt ganz schön schwedisch, die skandinavischen Exportschlager wie Fleischbällchen in Tomatensauce, sichere Autos und Zusammenbaumöbel sind überall in Deutschland erhältlich.

Etwas hat sich leider noch nicht so richtig flächendeckend durchgesetzt: die Wartenummer.

Wartenummer

In Schweden überall!

Wartenummer – Bedarf

man könnte meinen, dies liegt daran, daß es hier keinen Bedarf gibt: anders als in Schweden siegt bei Wartesituationen im Einzelhandel in Deutschland und speziell auf Norderney die Höflichkeit, es wird  sich immer ordentlich der Reihenfolge nach angestellt (englisches Modell).

Das ist leider falsch! Gerade zur Hauptsaison oder vor Feiertagen kommt es zu tumultartigen Konflikten bei Wartenden, es wird hemmungslos vorgedrängelt und der Blutdruck der Wartenden steigt regelmäßig. Eine Situation, die man nach dem schwedischen Modell durch die Einführung eines kleinen Wartenummern-Automatens leicht entspannen könnte.

Zentralschlange

Zentralschlange – in den USA bevorzugt

Eine andere Lösung bietet die Einführung einer Zentralschlange, wie in den USA üblich, um die stampede-artigen Sprints mit Einkaufswagen (kurz vor der Öffnung einer zweiten Kasse) beim Inseldiscounter zu vermeiden. Dies wäre allerdings der nächste Evolutionsschritt, hierfür braucht man auch viel Platz und der ist auf Norderney teuer.

Wartenummern – Geschäfte

Folgende Geschäfte / Institutionen haben Wartenummern verdient:

Elektro Onkes

Das einzige Elektrogeschäft auf Norderney. Problem: viele Kunden mit sehr unterschiedlichem Beratungsbedarf – von der einfachen Batterie bis zum neuen Fernseher. An einem langen Tresen mit bis zu 4 Verkäufern entwickelt sich selten eine zentrale Schlange, man weiß nie wer gerade dran ist.

Bethke Jann-Berghaus-Straße

Das im neuen Haus JBS / Winterstraße aufgemachte Café mit Straßenverkauf hatte vom ersten Tag an viel zu tun. Die Brötchen blieben zwar die gleichen wie im ehemaligen Laden schräg gegenüber, durch das neue Geschäft hat sich allerdings der Umsatz potenziert. Das Personal scheint sichtlich überfordert mit dem Kundenansturm, das Bestellen wird zum Kampf. Es wird sich rechts, links, hinten angestellt, manche wollen Brötchen, andere Kaffee und Kuchen vor Ort verzehren – Brötchenkauf wird zum Erlebnis wie eine Autogrammstunde bei Robbie Williams.

Deckena Strandstraße

Einzig verbliebener Inselfleischer (mit eigenem Laden) in der Strandstraße. Viel Personal und viele Kunden, durch die Enge vor dem langen Tresen und den verschiedenen räumlich verteilten Angeboten (vorne gebratene Frikadellen und Tagesgericht, dann Auflage und ganz hinten Frischfleisch) muß man sich an mehreren Schlangen bis zum Fleisch vorarbeiten.

Bürgeramt Norderney

Ein wenig erinnern die 3 Stühle vor dem Bürgeramt an die Behörde von früher, man weiß nie ob gerade jemand drin ist, man will zwar nicht stören muß aber auf sich aufmerksam machen – Klopfen zur falschen Zeit wird geahndet. Wartenummern sind hier vielleicht etwas übertrieben aber eine elektronische Anlage mit dem Aufruf – „der Nächste bitte“ könnte helfen, wäre zumindest ziemlich bürgerfreundlich……

Weitere Anregungen sind willkommen!