News von Norderney

Tourismus

01.02.2013
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Sturmbericht

Unfall nördlich vor Wangerooge – auf Norderney glimpflich verlaufen

Mit Aufkommen des Internets und der absoluten Information werden die normalen Sturmereignnisse immer spektakulärer – zumindest in den Medien. Der gestrige Sturm wäre vor 30 Jahren kaum eine Erwähnung in den Nachrichten wert gewesen. Nun ist es aber so, daß selbsternannte (Hobby-) Metereologen bereits im Vorfeld einen Weltuntergang voraussagen. Teek auf der Promenade wird zum Beweis für die wild wütende Nordsee – evtl. sogar für die vom Klimawandel hervorgerufene  Häufigkeit der Stürme. Letztlich kann man feststellen, daß der vergangene Sturm nichts Besonderes war, es wurde noch nicht einmal die Meldegrenze des NLWKN erreicht. Der Wind blies sehr stürmisch, dies ist an der Küste im Winter allerdings der Normalfall. Fährausfälle hat es nicht gegeben. Auf der Reede vor Wangerooge gab es einen Schiffsunfall welcher wahrscheinlich auf den starken Wind zurückzuführen ist. Business as usual.

 

 

Pegel unterhalb der Meldegrenze

Pegel war Unterhalb der Meldegrenze

 

 

Zwei Schiffe vor der Wesermündung kollidiert

In der Nacht zum Donnerstag sind ein Containerschiff und ein Massengutfrachter in der Nordsee westlich des Leuchtturms „Roter Sand“ zusammengestoßen. Nach Informationen des Havariekommandos in Cuxhaven ist die Ursache für die Kollision unklar. Personen wurden nicht verletzt. Beide Schiffe hatten keine Ladung an Bord.

Deutlich zu erkennen ist das Loch an der Seite des Frachters [Quelle: Havariekommando Cuxhaven]

Quelle: Havariekommando Cuxhaven

Deutlich zu erkennen ist das Loch an der Seite des Frachters „Coral Ace“.

Im Rumpf des Massengutfrachters „Coral Ace“ klafft oberhalb der Wasserlinie ein etwa drei mal vier Meter großes Loch, durch das man tief in den Laderaum hinein blicken kann. Auch das Containerschiff „Lisa Schulte“ ist beschädigt. Das Schiff hat nach Angaben des Havariekommandos zwei kleinere Lecks am Bug. Der Unfall ereignete sich auf der Reede „Neue Weser Nord“. Zum Zeitpunkt der Kollision fegten Sturmböen über das Wasser.

Beamte ermitteln an Bord

Die Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven sucht jetzt nach der Unglücksursache für die Schiffskollision vor der Wesermündung. Beamte ermitteln an Bord der beiden beteiligten Schiffe. Beide Schiffe liegen seit Donnerstagmittag in Wilhelmshaven. Die „Lisa Schulte“ liegt in der Nähe des Jade-Weser-Ports und der Frachter „Coral Ace“ am Südwestkai.

Unfall hätte schlimmer ausgehen können

Der Unfall hätte nach Einschätzung von Beobachtern auch schlimmer ausgehen können. Das Loch der „Coral Ace“ liegt nur knapp oberhalb der Wasserlinie. Offenbar hatte sich der vordere Teil des Containerschiffes in die Bordwand gebohrt. Das sei bislang aber alles nur Spekulation, erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Es sei auch noch unklar, welches Schiff sich auf das andere zu bewegt habe. Aufschlüsse darüber erhoffen sich die Beamten nun durch die Datenrekorder der Schiffe sowie durch die Aussagen der Besatzungen.

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