News von Norderney

Tourismus

22.01.2011
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5,0 bei 1 Bewertung

Old Green – King Creole – King

Norderney – Gastronomie

Viele Namen hatte das Lokal in der Oster.- und Langestraße gehabt. Jahrzehntelang war es der Club auf der Insel, damals nannte man es allerdings noch Tanzschuppen bzw. Diskothek. Hans Kupfer, der Inhaber und Besitzer des Gebäudes, stammt zwar aus Baden Württemberg (was man früher unschwer an seiner Aussprache erkennen konnte) doch war sein Lokal für viele Insulanerkinder in den 70er und 80er Jahren wie ein zweites Zuhause. In den 70er war auch auf der Insel nicht nur die Musik von Pink Floyd und Deep Purple, sondern auch das Kiffen modern. Der Laden hatte somit seinen Ruf weg.

Als Diskjokeys und Barmänner waren unter anderem Herbert Visser (nun Kurverwaltung) und Ihno Pauls genannt Pogo (Windjammer) aktiv. Das Problem der Diskotheken war schon damals, dass die potentiellen Kunden zwar reichlich vorhanden aber nicht besonders finanzstark sind. Der findige Schwabe Kupfer probierte alles aus: Eintritt, Mindestverzehr, Verzehrkarten und King Taler. Letzlich hatte er beschlossen, sein Hobby (ständiges Um- und Anbauen) beizubehalten und seinen Laden zu verpachten.

Der erste Pächter hatte wenig Glück mit dem Nachtgeschäft, eine Schlägerei an der Eingangstür mit Messerattacke kostete ihm fast das Leben, die Pacht fast die wirtschaftliche Existenz. Er gab auf. Hans Kupfer unterteilte daraufhin den Laden in zunächst zwei Einheiten – das Restaurant Mr. X und die Bierkneipe Haifischbar, in der Isy vom Inselkeller eine gastronomische Heimat gefunden hat. Isy ist eine gastronomische Konstante, mit Bleistift hinterm Ohr geboren – der abgeteilte Laden lief.

Der Rest der gastronomischen Fläche erlebte mehrere Aufs und Abs. Im März 2009 unterteilte Hans Kupfer nochmal die übrige Fläche, nun befindet sich direkt neben Isys Kneipe eine Nachtbar, der Queens Club. Der Queens Club hat durch Betreiber, Ambiente und Angebot (Nackttänzerin an einer Stange) einen ordentlichen Rotlichttouch. Der ehemals größere Restaurantbereich hat sich somit immer mehr verkleinert und wurde zuletzt unter dem Namen Freibeuter geführt. Beim Freibeuter hat es nun einen Betreiberwechsel gegeben. Demnächst wird das Lokal von einem „Vollblut“ Gastronomenpaar mit langer Erfahrung in Service und Küche geführt – Viel Glück!

Ansichten eines Gastes aus dem Gästebuch der Haifischbar:

Willi´s Kneipkur, heute: Die HAIFISCHBAR

Ein Schmuckstück auf Norderney

Haifischbar Norderney….entdeckte ein wahres Kleinod, die HAIFISCHBAR. Ein großes, buntes Wandbild an der Hauswand weist den Gast darauf hin, dass ihn eine urgemütliche Kneipe erwartet, wenn er eintritt. Das Lokal ist nicht sehr groß, aber die edle Mahagoni-Theke mit den gediegenen Schränken im Hintergrund, die unzähligen Gallionsfiguren, Schiffsmodelle, echten Ölgemälde mit maritimen Motiven an den Wänden und die Tröte spielende, riesige Nixe unter der Decke ziehen den Besucher sofort in ihren Bann. Blickfang des Lokales allerdings ist die Säule mit der von innen beleuchteten Kuppel aus Tiffanyglas, die in der Mitte des Raumes steht. (Wie weiland auf der „Titanic“, nur sicherer!) Die verschiedensten Sitzgruppen, umgeben von Mahagony-Geländern, bieten Platz zum Verweilen, nicht aus dem Katalog für Gaststättenbedarf, sondern individuell zusammengestellt, alles sehr rustikal, urig und sehr gemütlich. Der Einrichter der „Haifischbar“ war ein Meister seines Fach´s! Aber die Attraktion des Lokales ist ohne Zweifel der Wirt, Ismail Akay, seit dreiundzwanzig Jahren auf Norderney und mit einer Einheimischen verheiratet. Er hat seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern ein Haus am Nordstrand gekauft, in dem er auch Zimmer vermietet. Bis er die „Haifischbar“ übernahm, verdiente er sein Geld mit dem „Inselkeller“ und der Cocktailbar „Tiffany„, Norderney-Kennern nicht unbekannt. Ismail schmeißt die „Haifischbar“ meist allein……..