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Politik, Tourismus

23.11.2010
Norderney Randdünen
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Norderney 21

Golfplatz NorderneyDie Erweiterung des Golfplatzes ist auf Norderney ein bisschen wie die Verlegung des Bahnhofes in Stuttgart. Ein Thema, um zu demonstrieren und zu emotionalisieren.

Gestern hat die größte Fraktion im Stadtrat der Insel den Golfclub (als Befürworter der Erweiterung) und den BUND Norderney (als Gegner der Erweiterung) zu einer Vorstellung der jeweiligen Standpunkte geladen. Gekommen sind neben den SPD Mitgliedern, die ihrer Fraktion ein Votum geben sollten ca. 40 Bürger (Insgesamt 50 bis 60 Insulaner).

Der Golfplatz soll auf 18 Löcher erweitert werden, die bisherigen 9 genügen nicht mehr den Ansprüchen. Der wirtschaftliche Nutzen ist nicht nachweisbar – aber steht eigentlich ausser Frage. Der Flächenverbrauch in einem ökologisch hoch sensiblen Gebiet ist überschaubar – aber vorhanden und nicht wegzudiskutieren (17 ha).

Auf der Ratssitzung am kommenden Mittwoch soll eine Grundsatzentscheidung zur Einleitung eines Genehmigungsverfahrens gefällt werden (Änderung des Flächennutzungsplans). Die Norderneyer GRÜNEN haben schon angekündigt eine Bürgerbefragung zu fordern, die Freien Wähler fordern eine Bürgerversammlung, CDU und FDP haben sich bereits für den Golfplatz ausgesprochen, die SPD will nicht in die Stuttgart-21-Falle tappen. Der Golfclub hat mit seinen mittlerweile 14 Entwürfen mit jeweils kleinerem Verbrauch ökologisch wertvoller Fläche gezeigt, daß er die ökologischen Bedenken ernst nimmt. Während der erste Entwurf den Bedürfnissen der Golfer folgte ordnet sich der jetzige Entwurf soweit wie möglich den natürlichen Bedingungen der Dünenlandschaft unter. Die Argumente der Erweiterungsgegner werden immer dünner – die Zeichen stehen auf 18 Loch. Die Entscheidung des Rates am Mittwoch wird Zeichen setzen.

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