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Tourismus

02.01.2013
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Keine Blumen mehr von Namuth

Namuth: Danke für die Blumen

Norderney – Frische Schnittblumen sind eine ganz exklusive Ware. Die Blumen sind für ein insulares Unternehmen schwer zu beschaffen und haben auch nur eine begrenzte Haltbarkeit. Der Kunde verlangt eine Auswahl, die es zulässt, ordentliche  Sträuße auf „Floristenniveau“ zu binden. Für den einfachen Strauss mit den üblichen Blumen gibt der Kunde inzwischen sein Geld gerne bei einem der  Inseldiscounter aus – der Markt ist hart umkämpft. Das alles wird dazu beigetragen haben, dass das traditionelle Inselunternehmen der Familie Namuth nach 111 Jahren das Angebot von frischen Schnittblumen eingestellt.

Namuth Norderney

Namuth Norderney – Keine Schnittblumen mehr!

Floral Maritim

Die Entscheidung der Familie Namuth,  auf ein langjähriges Zusatzgeschäft zu verzichten und  sich auf die gewinnbrigenden Sachen zu konzentrieren kann ihnen niemand verübeln. Die Insel bleibt natürlich nicht blumenlos, wenige Schritt weiter östlich befindet sich Blumen Boekhoff mit einem großen Angebot an Schnittblumen und seinem Pflanzenhof gegenüber der Grundschule und jeden Mittwoch kommt ein festländischer Händler auf den Wochenmarkt, ebenfalls mit einem großen Angebot.

Namuth bietet in Zukunft weiterhin maritime Geschenkartikel wie Schiffssteuerräder, Positionslampen, Modellschiffe, Seemannsfiguren, Messingartikel, Schiffsglocken und Knotenbretter an. Vielleicht bekommt man auf diese Weise auch noch mehr von der künstlerischen Seite Jörn Namuths zu sehen: Sowohl seine Zeichnungen als auch seine gesanglichen  Darbietungen sind bisher noch  ein Geheimtipp auf der Insel.

Blumen Boekhoff

Mit “ Ein Meer voller Blumen erwartet Sie“ wirbt Blumen Boekhoff für sein Ladengeschäft in der Jann Berghaus Straße 13, das einzig noch erhaltene Geschäft mit frischen Schnittblumen bietet die ganze Palette  der Floistik an.

Link: Blumen Boekhoff

Kommentar Namuth:

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt:
„Wenn der Wind der Veränderung weht,bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ So hat auch unsere Firma, in den Jahren seit der Gründung am 1.10. 1900, viele Veränderungen erfahren. Gerade in den letzten 2 Generationen haben wir viele Veränderungen gehabt. Als die Produktionsgärtnerei nicht mehr rentabel war stellte die Firma die Produktion ein und bezog die Pflanzen und Schnittblumen fortan komplett vom Festland. Damals wurden auch schon die ersten Kunstgewerblichen Artikel wie Keramikfiguren und Wohnzubehör in das Programm aufgenommen. Bald war auch klar dass ein Geschäft mehr im Stadtkern nötig wurde. Wir mussten dorthin wo der Kunde ist. Nach diversen Standort wechseln in der Poststraße wurde das jetzige Ladenlokal, in dem wir nunmehr seit 2002 Handel treiben, angemietet.
Auch hier wurde schnell klar dass der Kunde nach neuen Artikeln sucht, und wir haben dem entsprochen. Für jeden sichtbar hat sich unser Sortiment in den letzten Jahren stark verändert. Der Bereich der Beet und Balkonpflanzen wurde schon aus Platzgründen minimiert und die Floristik veränderte sich auch immer mehr zur Raumdekoration.
So ist jetzt eine Situation entstanden in der wieder neue Windmühlen gebaut werden. Die 5 Generation strebt in andere Berufsfelder, die Gesundheit mahnt zur Veränderung und auch die Betriebswirtschaftlichen Faktoren zeigen in andere Richtungen. Nach langen Überlegungen haben wir uns deshalb Entschlossen den Verkauf von frischen Blumen aufzugeben. Unser Geschäft bleibt bestehen und wird sich in Zukunft mit Wohnzubehör und Praktischen sowie exklusiven Dingen für ein schönes Lebensumfeld beschäftigen und verkaufen. Gutscheine unseres Hauses behalten natürlich ihre Gültigkeit. Wir bedanken uns für die Treue und hoffen sie auch in Zukunft mit schönen Artikeln Inspirieren zu können.
Familie Namuth

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