News von Norderney

Tourismus

31.08.2012
Rentnerbank am Hafen
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Bewegung am Hafen

Norderney Hafen

Norderney – Seit gestern ist der Hafen Norderney in der bisherigen Form Geschichte. Durch den Zuwendungsbescheid der EU ergibt sich eine neue Situation, bzw. ist endlich ein Anschub für die Umgestaltung passiert.

Für eine Insel, die vom Tourismus lebt, ist der Hafen das Aushängeschild, der erste und der letzte Eindruck, den die Gäste haben. Seit nunmehr über 15 Jahren und verstärkt nach der Umgestaltung zum „Roten Platz“ durch das Hafenamt gibt es dringenden Handlungsbedarf zur Verschönerung des Anlegers.

Versuche zur neuen Gestaltung des Platzes und seiner Bauten gab es bereits mehrere in der Vergangenheit, unter anderem (politische) Workshops unter Einbeziehung von Experten (Tourismusdreieck). Der ehemalige Leiter des Bauamtes, Karl Extra, hat sogar mit einer Hochschule ein Seminar auf der Insel begleitet, das verschiedene Entwürfe zur Zukunft des Hafens ausgearbeitet hatte. Der potentielle Bauherr hielt sich bedeckt.

Norderney Abreise 3

Abreisesituation Norderney

Die Klagen in der Bevölkerung, bei touristischen Anbietern und von Gästen wurden in den letzten Jahren immer lauter. Die Ankommens- und Abreisesituation auf Norderney paßt nicht zum sonst sehr positiven Gesamtbild. Passiert ist bislang nichts, weder Fußgänger- noch Autoverkehr sind vernünftig geregelt, die Reisenden werden mehr oder weniger allein gelassen, Service gibt es nicht. Schon die Bereitstellung und der Unterhalt öffentlicher WC war häufig Schauplatz kleinlicher Auseinandersetzung der Beteiligten; Angebote zur Gepäckaufbewahrung, Reisebedarf, Informationen über Buslinien oder ein Leitsystem für Gäste zum weiteren Transport fehlen ganz. Ältere oder gehandicapte Passagiere sind auf die Hilfe anderer angewiesen, wenn sie mit Gepäck bei Niedrigwasser den für Sie schwierigen Weg an Land bewältigen müssen. Auch die Situation für das Hauptverkehrsmittel Nummer 1 auf der Insel ist mehr als bescheiden.

Nun kommt die Hilfe interessanterweise vom Nationalparkhaus. Der Leiter hat in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark bereits vor Jahren einen Entwurf für ein neues Nationalparkhaus öffentlich vorgestellt, dieser bildete die Grundlage für den Förderantrag an die Europäische Union. Der Antrag wurde bewilligt, ca. 1,5 Millionen fließen nun aus Brüssel auf die Insel. Der moderne Museumsbau wird ein weiteres touristisches Highlight für die Insel werden. Alle anderen Anrainer wurden kalt erwischt – und sind nun im Zugzwang.

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