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Politik

08.09.2010
Wohncontainer für Baltrum
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Wohnen auf der Insel

Sylter Verhältnisse auf Norderney?

Strandkorb ist kein Zuhause

Wohnen, wo andere Urlaub machen: für viele nur noch Putzen unter Palmen und Wohnen in einer überteuerten Personalwohnung. In den letzten Wochen geistert auch auf Norderney das Schreckgespenst, das ein „Spiegel“-Artikel über die Verhältnisse auf Sylt losgetreten hat. Beschrieben wird die Entvölkerung der Insel Sylt – kaum ein Einheimischer kann sich das Wohnen dort noch leisten. Die Verlockung, das Eigenheim für Millionen zu verkaufen und Sylt eine schöne Insel sein zu lassen ist zu groß. Für das Geld kann man sich auf dem Festland ein sehr viel größeres Haus mit Garten und Garage (mit Inhalt) kaufen, für die Weltreise und Kinder bleibt auch noch was übrig.

Auch auf Norderney liegen die Immoblilienpreise ganz erheblich über denen vom Festland, allerdings gibt es eine kommunale Wohnungsgesellschaft (WGN), bei der man zu erschwinglichen Preisen ein Zuhause finden kann.Die Norderneyer Verwaltung steht in Kontakt mit der Sylter Bauverwaltung, man möchte aus den Fehlern Sylts lernen. Problem ist die Gesetzeslage, man befindet sich halt nicht im real existierenden Sozialismus – Eigentum ist eins der höchsten Rechtsgüter in Deutschland. Bislang nutzen viele Inselpolitiker einfache Parolen, die ein wenig an „Deutschland den Deutschen“ erinnern um auf Stimmenfang zu gehen. Konstruktives kam nur wenig. Jeder, der sich mit dem Problem befasst merkt, daß die Sach- und Rechtslage nicht ganz so einfach ist. Man kann grundsätzlich niemandem verbieten, auf Norderney Immobilien zu erwerben. Norderney hat bislang genug Insulaner, um ein intaktes soziales Gefüge aufrecht zu erhalten. Dass das so bleiben soll, darin sind sich alle einig – nur über den Weg dahin hat jeder seine eigene Vorstellung.

Sylt Artikel im Spiegel

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