von Norderney

30.01.2013
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Notlandung auf Norderney

Norderney – Notlandung

Am Montagabend kam es auf dem Norderneyer Flughafen zu einer außerplanmäßigen Landung. Ein zweimotoriges Propellerflugzeug des Marinefliegergeschwaders  – eine Dornier DO228 – befand sich einige Kilometer nördlich von Norderney auf einem Überwachungsflug über der Nordsee. Auf dem Rückflug zur Basis nach Nordholz  brach  plötzlich ein Feuer in der Computeranlage aus. Die dreiköpfige Besatzung konnte das Feuer aus eigener Kraft mit Hilfe von Feuerlöschern zunächst unter Kontrolle bringen, kurze Zeit später brach das Feuer jedoch wieder aus. Der Pilot meldete den Notfall  und entschloss sich zu einer Notlandung auf dem Flughafen Norderney.

Die Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst Norderney waren um 18.40 Uhr alarmiert worden, als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war das Flugzeug bereits problemlos gelandet, die Besatzung hatte die Bordelektrik abgeschaltet, das Feuer im Schaltschrank ging dadurch aus. Die Feuerwehrkräfte schoben das Flugzeug vom Hauptrollfeld auf einen anderen Teil des Flugplatzes und brauchten ansonsten nicht mehr einzugreifen.

Die Besatzung wurde später  von einem Hubschrauber der Bundeswehr abgeholt, für sie war es an diesem Tag der vierte und letzte Überwachungsflug. Diese Aufklärungsflüge werden im von der Bundeswehr in Kooperation mit dem  Havariekommando in Cuxhaven durchgeführt. Sie dienen der Ölaufklärung („Pollution Control“)  sollen also die Verantwortlichen von Verschmutzungen ausmachen und so das Meer  schützen. Gerade auf der vielbefahrenen Ost- und Nordsee sind diese mit sensibler Elektronik ausgerüsteten Flugzeuge eine effektive Waffe gegen Umweltsünder.

Warum auf diesem Routinflug ein Feuer im Schaltschrank ausbrach, konnte noch nicht ermittelt werden.


Norderney Notlandung