News von Norderney

Norderney Inside

29.03.2011
rost
4,5 bei 2 Bewertungen

Statussymbol Auto

Leasing auf  Norderney

Laut einer aktuellen Untersuchung wird die Bedeutung des Autos als Statussymbol in Deutschland immer geringer. Neue Statussymbole sind Sabbatjahre, I-Phones und Urlaubsreisen. Für ein Auto sind immer weniger Menschen bereit, sich an anderer Stelle einzuschränken – das gilt auch auf Norderney.

Auf Norderney werden, da es überdurchschnittlich viele Selbstständige gibt, sehr viele PKW geleast. Leasing hat den großen Vorteil, daß die Kosten steuerlich absetzbar sind und man nur für die Nurtzung bezahlt. Bei den Raten kommt es auf die Fahrleistung innerhalb der Leasingzeit an. Meist wird ein Auto für 2-4 Jahre geleast, durch die geringe Fahrleistung auf der Insel kann von einer geringen Gesamtfahrleistung ausgegangen werden. Für den Leasinggeber und Leasingnehmer meist ein gutes Geschäft, auch die Versicherungsbeiträge liegen im unteren Bereich, die monatlichen Leasinggebühren ebenfalls. Viel Status für wenig Geld.

Dem Auto setzen das Inselklima und die ständigen Kurzstrecken allerdings sehr zu. Das Salz- Luft- Wassergemisch auf der Insel ist extrem aggressiv – ein Fiat in den 70er/80er hatte eine deutlich geringere Lebensdauer, man konnte dem Auto beim Verrosten zusehen. Von modernen Dieselfahrzeuge ist sogar komplett abzuraten, da der Feinstaubfilter fast immer verstopft ist. Der Filter wird erst bei hohen Temperaturen „freigeblasen“, die erreicht man allerdings nur bei höheren Geschwindigkeiten, welche auf Norderney kaum zu erreichen sind.

Autos mit Rußpartikelfilter für Norderney nicht geeignet!

Serienmäßig eingebaute Rußpartikelfilter in Dieselautos sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht grundsätzlich als mangelhaft zu bewerten. Die Karlsruher Richter stellten klar, dass Käufer die Fahrzeuge nicht wegen eines Mangels zurückgeben können. Die Autos müssen regelmäßig schneller gefahren werden, um eine Verstopfung des Filters zu verhindern. (AZ: Bundesgerichtshof VIII ZR 160/08). Ein Autofahrer hatte 2005 einen Opel Zafira Diesel mit Rußpartikelfilter zum Preis von rund 26.500 Euro gekauft.

Der Filter verstopfte mehrfach bei Kurzstreckenfahrten. Erst bei schnellerer Fahrt entwickelt der Motor die nötige Temperatur, um die Rußpartikel im Filter abzubrennen. Diesel mit Rußfilter verfügen über Kontrolllampen, die auf die fällige Reinigungsfahrt aufmerksam machen. Auch andere Autobauer verwenden solche Filter. Der Zafira-Käufer gab an, dass sein Rußfilter mehrfach verstopfte, ohne dass die Lampe aufleuchtete.

Außerdem hätte er den Diesel nicht gekauft, wenn er über die Verstopfungsgefahr bei Kurzstrecken informiert worden wäre. Er wollte den Zafira zurückgeben und den Kaufpreis zurückerstattet bekommen. Denn die Einschränkung bei ausschließlicher Nutzung auf Kurzstrecken stelle einen Fahrzeugmangel dar. Der BGH wies die Klage nun ab, soweit der Autokäufer in dem Filter einen Mangel gesehen hatte. Andere Dieselfilter arbeiteten nach dem gleichen System, begründeten die Richter die Entscheidung. Ein Vergleich mit Dieselfahrzeugen ohne Filter sei gesetzlich nicht zulässig. Laut Sachverständigengutachten seien beim gegenwärtigen Stand der Technik alle Dieselpartikelfilter für einen überwiegenden Gebrauch auf Kurzstrecken nicht geeignet. Daher hätte der Käufer auch keine bessere Technik erwarten dürfen.

 

Artikel merken
6440 Views
4,5 bei 2 Bewertungen