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Norderney Inside

25.09.2010
starfighter groß
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Starfighter über der Nordsee

Starfighter über Norderney

Für die Insulaner war der Knall bei gutem Wetter in den 70er Jahren allgegenwärtig. Heute wäre dies unvorstellbar – die Nordsee nördlich der Insel war damals beliebtes Gebiet für Tiefflugübungen. Das in Wittmund stationierte Jagdgeschwader  71 (Richthofen) wurde als erstes in Deutschland mit der Lockheed F-104g ausgerüstet. Der als „Starfighter“ berühmt gewordene Düsenjäger wurde auch „Witwenmacher“ genannt.

starfighter formation

Von 916 Flugzeugen der Bundeswehr stürzten 292 ab (116 Todesfälle). Die schicken, 2450 km/h schnellen Flugzeuge durchbrachen geräuschvoll die Schallmauer in unmittelbarer Nähe der Insel. Besonders für die Inseljugend beeindruckend waren die im Überschall fliegenden Starfighter, die geräuschlos ca. 150 Meter hoch in Sichtweite nördlich der Insel vorbeiflogen. Die meist im Zweierformationsflug fliegenden Maschinen waren schon ausser Sichtweite wenn der ohrenbetäubende Lärm zu hören war. In den 2010er Jahren entlarvt man sich allerdings als Kind der 60er, wenn man einen Düsenjäger „Starfighter“  nennt, aber die Bedeutung  des Starfighters werden die Phantoms, Tornados und Eurofighter  wohl nie erlangen, vom Design ganz zu schweigen 🙂

Film über einen Tagesausflug 1978 nach Helgoland (Absturz eines Starfighters):