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Natur

01.03.2012
seehundjagd
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Seehund-Export

Norderney – Nordsee – Ostsee

Seehunde Nordsee

Seehunde und auch Kegelrobben gehören zum Urlaub an der Nordsee wie frischer Wind, Strandkörbe und Sand. Die Seehunde sind 2007 sogar zum “Wildtier des Jahres” gewählt worden. Auf Norderney und umzu gibt es mehrere Kolonien, die Tiere gehören zum Alltag auf der Insel. Nicht vergessen darf man, daß es sich trotz des niedlichen Aussehens um Wildtiere handelt und sie auch als solche behandelt werden müssen. Streicheln, Verjagen, Spielen sind absolutes Tabu.

seehundjagdSeehunde kommen an der gesamten Nordseeküste vor, sie bevorzugen Küsten mit trockenfallenden Sandbänken. Ausgewachsene Seehunde fressen ausschließlich Fische (Hering, Sardinen, Dorsch, Lachs, Plattfische), Jungtiere auch Krebse und Muscheln. Ihr Appetit machte Sie zum Nahrungskonkurrenten des Menschen und führte zu mehren Ausrottungskampagnen, 1971 wurde die Jagd in Niedersachsen verboten. Nicht nur die Jagd, sondern auch Seuchen (Hundestaupe) führten zur Gefährdung der Gesamtpopulation. Seit den 80ern hat sich die Einstellung des Menschen zu dem großen Meeressäuger grundlegend verändert. 1991 trat das von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden unterzeichnete Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer in Kraft.

Nun gibt es Meldungen aus Ostholstein, daß dort vermehrt Seehunde gesichtet worden seien. Die Tiere kommen aus Südschweden und suchen einen Platz, wo sie ihren Nachwuchs bekommen können, die Sandbänke vor Skandinavien sind voll. Die Ostseeanrainer hoffen, daß sich eine kleine Kolonie an der ostholsteinischen Küste ansiedeln wird. Die Tourismusexperten sind begeistert.

Jägerfoto Quelle: Archiv Schmidt|www.schmidt-fluke.de

Diese Postkarte aus dem Atelier Tillmann ist im Besitz von Alfred Schmidt aus Emden, der sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Er fragt sich, wer wohl darauf abgebildet ist und schreibt: “Die Seehundjäger Altmanns von Juist sind sehr bekannt und ebenso die Akkermanns von Borkum, jedoch von den übrigen Inseln fehlen mir sämtliche Daten.” Wer also eine Idee hat, wer da zu sehen ist, möge sich per E-Mail an Herrn Schmidt (alfred@schmidt-fluke.de) wenden.