News von Norderney

Wirtschaft

26.04.2021
Schließung von Müller
5,0 bei 4 Bewertungen

Müller schließt auf Norderney

Ein schwarzes M in einem vierblättrigen Logo und der Name Müller in knalligem Orange. Die Drogerie Müller in der Poststraße ist schon von weitem zu sehen. Doch jetzt sind die Schaufenster verhängt und mit Plakaten versehen: „Wir schließen“ steht dort. Und: 20 % auf alles vom 26. April bis zum 1. Mai. Die reduzierten Preise haben sich auf Norderney schon herumgesprochen und das Geschäft ist so gut besucht wie seit langem nicht mehr.

Schhließung von Müller

2013 hatte Müller auf Norderney eröffnet. Vorgänger am Standort waren Schlecker und vorher Ihr Platz. Nun wird es spannend, wie es mit den Geschäftsräumen im Zentrum der Stadt weitergeht.

Schon seit längerer Zeit waren Einkäufe in dem Geschäft an den Seehunden eher etwas einsame Ausflüge. Und nur wenige Kunden verloren sich zwischen den leuchtenden und duftenden Gängen. Ein Grund war sicherlich, dass direkt gegenüber die weitaus besser sortierte Rossmann-Filiale zu finden ist. Wer auf der Insel Drogeriewaren sucht, geht erst einmal  zu Rossmann.

Das Unternehmen hat heute die Anfrage nach den Gründen für  die Schließung und der Zukunft des Personals noch nicht beantwortet.

Die Unternehmensgruppe hat heute 877 Filialen, davon 573 in Deutschland. Weitere sind in der Schweiz, in Österreich, Spanien, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Rund 35000 Mitarbeiter sind bei Müller beschäftigt. Die Firma wurde 1953 in Schwaben gegründet.

Aus einem Friseur-Geschäft entwickelte Firmengründer Erwin Müller Anfang der Siebziger Jahre  ein neues SB-Drogeriemarkt-Konzept. Das Unternehmen berichtet auf seiner Homepage von jährlichen Neueröffnungen im zweistelligen Bereich und von einer gesunden und kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Update 28.4.2021

Wie die Pressestelle von Müller heute mitteilte, ist am 15. Mai der letzte Verkaufstag. Über den Grund der Schließung könnten sie keine weiteren Auskünfte geben, so eine Pressesprecherin. Auch über die Anzahl der Mitarbeitenden und deren Zukunft wollte die Sprecherin sich nicht äußern.