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02.06.2011
königs brasserie
4,0 bei 1 Bewertung

Restaurant am Mittwoch | Königs Brasserie

 

Brasserie Terrasse

Noch vor zwanzig Jahren spielte in der Gastronomie in (Nord-) Deutschland die Terrasse eine untergeordnete Rolle, wichtig war einzig der Gastraum. Das Wetter wurde als zu schlecht eingestuft um in eine ordentliche Bestuhlung zu investieren, auch das Angebot der Gastronomieausstatter an schönen Tischen und Stühlen war nicht gerade üppig. Heute unvorstellbar, eine Gaststätte ohne vernünftige Terrasse ist kaum vermietbar. Der Trend draussen zu essen und zu trinken ist ungebrochen und mittlerweile fast jahreszeitenunabhängig. Heizstrahler, Decken, Sitzfelle und aufwändige Konstruktionen, um die Terrasse windgeschützt und beschattet zu bekommen sind üblich und notwendig, um sich dem allgemeinen Standard und Trend anzupassen.

Königs Brasserie Terrasse

Eine zunächst unauffällige Terrasse hat die Königs Brasserie in der Friedrichstraße. Das Lokal wird meist von Urlaubern besucht, auffällig ist aber, dass die Terrasse voll ist während andere Lokale in der gleichen Straße auf Gäste warten. Wir setzen uns also und wissen, warum die Königs Brasserie ihr Publikum hat:  Der Blick ist super (irgendwas passiert hier immer im sehr belebten Teil der Friedrichstrasse), die Stühle sind sehr bequem, durch die Markise ist es angenehm schattig (aber nur soweit runtergedreht, dass man nicht geblendet wird), schön windstill ist es auch – wenn nicht das Ende der Mittagspause drohen würde, könnte man hier Stunden verbringen…Brasserie Essen

Das Preisniveau in der Brasserie ist eher im oberen Drittel anzusiedeln, ein Glas Merlot (0,2 l) durchschnittlicher Qualität für 5,70 € ist selbst für Norderney etwas zu gewagt, da das Lokal im Namen „Brasserie“ trägt ist es wohl auch eher auf Bierbestellungen angelegt und bietet mit Veltins ein echtes Premiumbier. Die Mittagskarte ist klein aber ausreichend zusätzlich werden einige Gerichte (Maischolle mit hausgemachtem Kartoffelsalat) an einer Tafel angeboten.

Wir wählten den Backfisch mit hausgemachtem Kartoffelsalat und das „Wiener Krüstchen“. Der schmackhafte Kartoffelsalat war wie angekündigt hausgemacht, der Backfisch wohl aus einer TK-Tüte (wahrscheinlich mit der Aufschrift „goldgelb und knusprig“). Das Wiener Krüstchen ist ein echtes Brasseriegericht – Toast mit Schnitzel und zwei Spiegeleier. Das Essen  kam recht schnell, wir bezahlten für Wein, Wasser, Apfelschorle, Backfisch und Krüstchen 30,20 € und hatten eine schöne, sonnige Mittagspause auf eine der interessantesten und angenehmsten Terrassen der Insel.

Königs Brasserie, Friedrichstraße 20, 04932/3348

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