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Kultur

26.02.2011
Norden-Mennonitenkirche
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Mennoniten in Norden

Norden – Norderney – Mennoniten

Norden-Mennonitenkirche

Eine der ältesten Gemeinden der Mennoniten in Deutschland feiert mit zwei Veranstaltungen den 450. Todestag ihres Gründers.  Menno Simons –  vierter Reformer neben Zwingli, Calvin und Luther – hat eine umfassende gesellschaftliche Veränderung im ausgehenden Mittelalter bewirkt.

Die Adresse  Am Markt 16 und das Gebäude spiegeln die historische Bedeutung der Freikirche auch für Norden wider. Die Mennoniten sind seit 1556 in Norden vertreten. Das Gebäude der Kirche ist als „Ortsbild prägendes Einzeldenkmal“ eingestuft und hat einen Kirchenraum für 170 Personen.

Amische in den USAAm heutigen Samstag wird der Pastor Jan Lüken Schmid um 19.30 Uhr das Leben Menno Simons vorstellen, am Sonntag feiert die Gemeinde einen plattdeutschen Gottesdienst in dem es um die Frage: „Wor kan mien Leben up staan?“ geht.

Die Mennoniten haben sich aufgrund von Verfolgung und Missionierung auf alle Kontinente ausgebreitet. Neben den Urgemeinden gibt es die meisten Mennoniten in Nordamerika und Afrika. Die Mitglieder der Glaubensge-meinschaften der Amischen und Hutterer werden mit zu dieser Gruppe gezählt, insgesamt sind dies 1.300 000. In Norden, einem der „Stammstädte“ der Mennoniten sind es zur Zeit 49 Gläubige.

Neben der radikalen Auffassung und Interpretation der Reformation sind vor allem die Amischen als Zivilisationsverweigerer bildlich präsent. Grund für die vielen Mennoniten in den USA und Südamerika ist die kompromißlose Einstellung zu Wehrdienst, Eidesleistungen und Trennung von Kirche und Staat. Die radikale Einstellung führte zu Konflikten mit der Obrigkeit und in die Emigration. Die ostfriesische Sprache wurde oftmals beibehalten.