Corona von Norderney

Corona-Infos von Norderney

05.11.2020
Martini Norderney
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Empfehlung: Kein Martinilauf

Die Bürgermeister und der Landrat im Landkreis Aurich sprechen sich gegen die Martini-Läufe aus. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung von heute hervor. So heißt ihre Empfehlung: Kein Martinilauf in diesem Jahr.

Abstimmung von Bürgermeistern und Landrat

So habe es am Dienstag eine Abstimmung mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden gegeben. Mit dabei waren Landrat Olaf Meinen und Mitarbeiter des Landkreises. Die Mitteilung hat Frank Baumann, Bürgermeister Gemeinde Krummhörn und Geschäftsführer des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) Kreis Aurich versandt.

Mit Blick auf das steigende Infektionsgeschehen befassten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Themen, so die Mitteilung. Dabei hätten sie folgende Entscheidungen und Empfehlungen getroffen:

Empfehlung: Kein Martinilauf

Im Hinblick auf das traditionelle Martini-Singen am 10. November sprechen die Bürgermeister die Empfehlung an Eltern und Kinder aus, in diesem Jahr  auf das Umherziehen von Haus zu Hus zu verzichten. Grund sei die derzeit hohe Ansteckungsgefahr. Dies sei nötig, um sich selbst zu schützen. Aber es gehe auch um den Schutz der Menschen, die die Türen öffnen.

Rechtlich keine Handhabe

„Die Bürgermeister sind sich mit dem Landrat im Klaren darüber, dass es rechtlich keine Handhabe gibt, das Singen zu verbieten, wenn die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden“, so die Mitteilung. Dennoch empfehle man schweren Herzens, in diesem Jahr zu Hause zu bleiben. Auch der Landkreis sehe die Durchführung der Martini-Läufe trotz der rechtlichen Zulässigkeit kritisch.

Kontaktreduzierung

Zugleich weist der Kreis eindringlich auf die geltenden Vorgaben zur Kontaktreduzierung hin. So müssen Personen, die nicht verwandt sind oder nicht in einem Hausstand leben, mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten. Andernfalls gelte die Maskenpflicht für alle, die älter als sechs Jahre sind.

Rathäuser zu Martini geschlossen

Wenn Lieder gesungen werden, sollte der Mindestabstand auf 2 Meter ausgeweitet werden. Auch bittet der Landkreis darum, sich an eine Gruppengröße von maximal zehn Personen zu halten. Die Rathäuser in den Städten und Gemeinden werden in diesem Jahr für Martinisänger nicht geöffnet sein.

In den Rathäusern finde auch weiterhin nur ein stark eingeschränkter Publikumsverkehr statt. Bei dringend notwendigen Anliegen sei es erforderlich, sich vorher einen Termin geben zu lassen. Ohne Terminabsprache gebe es keinen Einlass. Zudem fahren die Städte und Gemeinden auch eigene Außentermine auf das Nötigste zurück.

Öffentliche Gremiensitzungen finden vorerst nur aus unaufschiebbaren Gründen statt. Da, wo möglich, werden die Verwaltungsausschüsse in nichtöffentlicher Sitzung die notwendigen Entscheidungen treffen. Sobald sich das Infektionsgeschehen im Landkreis Aurich zurück entwickle, werde man neu beraten.

Volkstrauertag ohne Programm

Am Volkstrauertag wird in den Städten und Gemeinden mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Anders als in normalen Zeiten finden jedoch überwiegend keine Rahmenprogramme statt, so die Mitteilung. Musikdarbietungen und Ansprachen würden in den meisten Kommunen in diesem Jahr ausfallen. Dennoch sei es den Bürgermeistern ein Anliegen, das Gedenken durch das Niederlegen eines Kranzes aufrecht zu halten.

Verknobeln wird nicht zugelassen

Im Hinblick auf das im Monat Dezember in der Regel durchgeführte Verknobeln am Tag vor Nikolaus haben die Bürgermeister bereits jetzt entschieden, in diesem Jahr keine Verknobelung zuzulassen.

Zum Schutz aller

Die Bürgermeister und der Landrat bitten um Verständnis, dass es in dieser Zeit als notwendig betrachtet wird, Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorzunehmen. Das erfolge zum Schutz aller Einwohner und Einwohnerinnen im Landkreis Aurich. Sobald sich die Zahl der Neuinfektionen wieder auf einem stabilen, niedrigen Niveau bewegen, könne man auch nach und nach mehr Normalität zulassen.

Auf Norderney sind aktuell sechs infizierte Personen gemeldet, im Landkreis 146. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt heute bei 63,259.